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Teilprothesen (Kombiprothesen)

Ihr Problem:

Ihnen fehlen im linken und / oder im rechten hinteren Kieferbereich Zähne.
Die Lücke ist nach hinten offen, da steht kein Zahn mehr an dem wir eine Brücke befestigen könnten - wir nennen das eine „Freiendsituation".
Sie können nicht mehr richtig kauen - die Gesundheit Ihres Magens ist gefährdet.
Falls Sie versuchen, auf den Frontzähnen zu kauen, ist deren Gesundheit gefährdet: sie werden stark überlastet. Zum darauf Kauen sind sie zu schwach. Frontzähne sind von der Natur nur zum Abtrennen der Nahrung gedacht, heißen deswegen „Schneidezähne". Für das Kauen sind die Backenzähne mit mehreren, großen und kräftigen Wurzeln ausgestattet.
Ihre Kiefergelenke werden durch ungünstige Hebelverhältnisse überlastet, wenn die Backenzähne fehlen.
Weil die Zähne fehlen wird Ihr Knochen abgebaut, schrumpft Ihr Kiefer.

Die Lösung:

  Wenn möglich, Implantate. (Siehe Kapitel „Zahnersatz auf Implantaten")

Wenn nicht:

Die Teilprothese:

 

Die Teilprothese ist immer dann das Mittel der Wahl, wenn Sie eine Zahnersatzversorgung brauchen, die wir erweitern können (z. B. wenn der Halt Ihrer Zähne im Kiefer durch Parodontitis derart geschwächt ist, dass wir damit rechnen, dass sie irgendwann herausfallen könnten), oder wenn eine Implantation nicht gewünscht oder nicht möglich ist.

Teilprothesen bestehen im wesentlichen aus dem Stahlgerüst (Modellguß), den Befestigungsteilen (Halteelemente) und den Prothesensätteln mit den künstlichen Prothesenzähnen.

Teilprothesen können auf verschiedene Weise an Ihren restlichen Zähnen befestigt werden:


 
  Modellgußprothese mit gegossenen Klammern Teleskop-Modellgußprothese Geschiebe-Modellgußprothese



 

Modellgußprothese mit Klammern:

 

So sieht eine Gerüst für eine Modellgußprothese mit Klammern aus: das ist die von der gesetzlichen Krankenkasse empfohlene Lösung falls Ihnen mehr als 4 Zähne pro Kiefer fehlen...

 


Vorteil:

Billig, einfache Herstellung.

Nachteile:

Halt nicht befriedigend, die Prothese bewegt sich immer leicht beim Kauen, weil die Klammern elastisch sind.
Die Stahlklammern scheuern am Zahn, Karies ist oft die Folge.
Im Frontzahnbereich sehen Prothesenklammern unmöglich aus.




Mit Metallkeramikkronen und Geschieben

Vorteile:

Feste, stabile Verbindung zwischen Prothese und den restlichen Zähnen.
Schaukelt, klappert und wackelt nicht.
Sicheres Gefühl.
Kosmetische, nicht sichtbare Verbindungselemente.
Industriell gefertigte Geschiebe sind austauschbar wenn Sie nach vielen Jahren abgenützt sind.
Ihre Zähne sind durch die Kronen optimal geschützt, werden nicht abgenutzt.
Karies entsteht nur, wenn die Zahnpflege nicht gut ist.
Wir können mehrere Zähne miteinander verbinden, um die Last der Prothese gleichmäßig zu verteilen.

Nachteile:

Erfordert eine höhere finanzielle Anfangsinvestition. Qualität rechnet sich aber über die Jahre bestimmt.
Sollte einer der „Pfeilerzähne" an dem die Kronen befestigt sind, verloren gehen, kann das verlorene Geschiebe durch eine Klammer ersetzt werden, oder die gesamte Arbeit muss erneuert werden.

Beispiele:

Kombinierter Zahnersatz Metallkeramikkronen und Geschiebe
 
So sah die Patientin am Anfang der Behandlung aus. Sie war mit Klammerprothesen versorgt. Die Kosmetik war für die Patientin nicht befriedigend. Auch der Halt war nicht zufriedenstellend.   Die gleiche Patientin 3 Monate später, nach Prophylaxe und Versorgung mit Metallkeramikkronen und einem herausnehmbaren Zahnersatz mit Geschieben. Im Unterkiefer haben wir uns für Teleskopkronen entschieden. Die kleinen Goldknöpfchen sind Abnahmehilfen. Sie werden später entfernt.

Zeichnungen aus: Stiftung Warentest, test 4-6/99

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