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FESTSITZENDER ZAHNERSATZ

Metallfreie Brücke aus Keramik

Etwas Zukunftsmusik

Für die Materialen von Brücken gilt das, was bereits für Zahnkronen festgestellt wurde: Am besten, haltbarsten und verträglichsten sind Zahnersatzmaterialien aus Gold, hochwertigen Edelmetalllegierungen, aus Titan und aus Keramik.

Brücken können aber auch aus aufwendiger und teurerer Vollkeramik bestehen, für die die Krankenkassen meistens keinen Zuschuss zahlen. Ein Beispiel aus unserer Praxis:

  Die Pfeilerzähne sind zur Aufnahme der Vollkeramikbrücke präpariert. Der Schneidezahn rechts im Bild (Zahn 21) steht ästhetisch ungünstig, zu weit nach hinten.
  Die fertige Vollkeramikbrücke (Empress 2) und das Veneer für den Zahn 21. Beachten Sie bitte das konvex gestaltete, reinigungsfreundliche Brückenglied.
  Die adhäsiv eingeklebte Versorgung 1 Jahr später im Mund.

 

Vorteile der Vollkeramikbrücken:

Unerreicht ästhetisch!
Keinerlei Korrosionserscheinungen
Bestens verträglich da kein Metallgerüst

Seit 2002 haben mehrere renommierte deutsche Dentalfirmen (Degussa, Espe) Systeme auf den Markt gebracht, welche die Herstellung hochfester Brückengerüste aus Zirkoniumoxid in CAD/CAM-Technik erlauben. Mit dieser Technik ist es uns möglich, Ihnen auch größere Brücken sowie Brücken im stark kaukraft-belasteten Seitenzahnbereich in unserer Praxis anzubieten. Der Vorteil dieser Systeme: extreme mechanische Festigkeit der Gerüste. Nachteil: Systembedingt ist die Passgenauigkeit der Restaurationen akzeptabel, aber sicher noch verbesserungswürdig.

Zirkoniumoxid-Gerüste
Zirkoniumoxid-Gerüste auf dem Modell
Zirkoniumoxid-Brücken
Zirkoniumoxid-Brücken auf dem Modell
Zirkoniumoxid-Brücken im Mund

Eine andere interessante Technologie ist die Vollkeramik-Elektrophorese, zum Beispiel das WOL-Ceram-System. Der große Vorteil dieses Systems liegt in der sehr guten Passgenauigkeit der Brücken- und Kronengerüste: Sie erinnern sich, ein perfekter Randschluss mit der Zahnhartsubstanz ist die Voraussetzung für die Haltbarkeit der Restauration. Ob die Brückengerüste auf Dauer fest genug sind um die Kaukräfte auszuhalten, wird sich in Zukunft zeigen.

Für Sie bilden wir uns fort und bieten Ihnen auf Wunsch diese modernen Techniken an. Wir halten diese Techniken für zukunftsweisend, möchten aber daran erinnern, dass es noch keine Langzeitergebnisse gibt.

Ihre Sicherheit liegt uns am Herzen: unsere Patienten sind keine Versuchskaninchen!

Zeichnungen aus: Stiftung Warentest, test 4-6/99; Dr. Josef Schmidseder, Vom Milchzahn zu den dritten Zähnen; Fotos: Dr. G. Taffet

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